13. Gehölz- und Staudentage Grünberg 2021

Bild: Claus Heuvemann, Technischer Leiter Botanischer Garten Erlangen

Vom 21. bis 24. November fanden in der Bildungsstätte Gartenbau die Grünberger Gehölz- und Staudentage statt.
Unter Leitung von Claus Heuvemann, dem Leiter des Botanischen Gartens Erlangen, informierten sich rund 40 Teilnehmende über aktuelle Erkenntnisse zu Gehölzen und Stauden. Passend zum Semi-narthema „Klima – Wandel – Anpassung“ beschäftigten sich zehn Referentinnen und Referenten mit den Herausfordernungen und Problemen, die zukünftig bei der Garten- und Landschaftsplanung sowie der Pflanzenverwendung zu bewältigen sind.
Den Auftakt machte Claus Heuvemann, der die klimatischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und die Prognosen vorstellte. Klaus Körber von der LWG Veitshöchheim referierte über Klimabäume und stellte die Ergebisse der Sichtungen aus dem Versuchsgarten im Stutel und an verschiedenen Standorten in Bayern vor. Seine Kollegin Dr. Katja Arand stellte erste Versuchsergebnisse zu Vertikalbegrünungen vor, die mit insektenfördernden Stauden gepflanzt wurden. Dr. Karsten Brandt
(www.donnerwetter.de) zeigte anschaulich, wie sich die Verteilung von Niederschlägen, Hitze- und Sonnentagen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ändern wird und wie darauf reagiert werden kann. Den Abschluss des ersten Tages machte Beate Hegemann von der Sozialversicherung der LFG in Kassel. Diesmal stand der Mensch und Mitarbeiter im Fokus und wie man sich vor Hitze und Einstrahlung schützen kann.
Till Hofmann, der mit seiner Frau Fine Molz vor fünf Jahren aus dem Odenwald nach Rödelsee gezogen ist, berichtete über seine Erfahrungen beim Aufbau und Betrieb einer Staudengärtnerei unter Extrembedingungen und die Herausforderungen bei der Bewässerung, der Sortimentsauswahl, Kultur und der Vermehrung.
Prof. Dr. Norbert Kühn beschrieb in zwei Vorträgen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Staudenverwendung und historische Gärten. Gerade alte Baumbestände stellen Gärtner und Gartendenkmalpfleger vor Herausforderungen, bieten aber auch Chancen bei der Beurteilung von Arten oder Herkünften, die auch Zukunftspotenzial haben. Der Phytotechnologe Prof. Dr. Karl-Heinz Strauch aus Berlin legte anhand des Geschäfts- und Bürokomplexes Kö-Bogen II in Düsseldorf anschaulich dar, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine erfolgreiche Fassadenbegrünung zu installieren, dauerhaft zu erhalten und zu pflegen. Extra aus Schweden vom Botanischen Garten in Göteborg angereist war Dr. Henrik Sjöman, der über Exkursionen in unterschiedlichste Länder berichtete, wo Gehölzmaterial zur Erprobung unter hiesigen und skandinavischen Bedingungen gesammelt wird. in Zusammenarbeit mit dem Skandinavischen Baumschulverband sollen so zukunfts-taugliche Baum- und Straucharten indentifiziert und vermehrt werden. Den Abschlussvortrag am Mittwoch hielt Michael Dreisvogt vom Arboretum Park Härle Bonn, der die Stiftung und den Park vorstellte sowie ungewöhnliche Gehölze und Stauden, die dank der besonderen kleinklimatischen Bedingungen am Mittelrhein gedeihen.
Die Gehölz- und Staudentage sind eine Kooperationsveranstaltung vom Bund deutscher Baumschulen (BdB), Bund deutscher Staudengärtner (BdS) und der Bildungsstätte Gartenbau. Das Programm für die Gehölz- und Staudentage 2022 können Sie ab Mitte September 2022 bei der Bildungsstätte erhalten.

Quelle: Gartenpraxis 01-2022

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